Zu den Highlights der Mönchengladbacher Veranstaltung am Muttertag gehörte der Auftritt des debutierenden Sean O'Malley, mit dem Roland Hülskath den 3.000. Sieg seiner Karriere erzielte. Der am Totalisator klar favorisierte Debutant trat erst letztmals auf den Plan, um dann in dritter Spur die Konkurrenten einzusammeln. Einen weiteren Treffer markierte der Goldhelm auf der Steherstrecke mit Erol Bo, der nach einem spannenden Rennverlauf mit vielen Führungs- und Positionswechseln die sich tapfer wehrende Recordtime in die Knie zwang.
Zweimal ging auch Victor Gentz auf die Siegerparade. Mit der ihren Einstand gebenden Vanessa Paradis war der Lehrlings-Champion zunächst in einer durch Galoppaden geprägten Meilenprüfung auch außen herum nicht anzutasten. Später punktete er mit der ebenfalls dreijährigen Honeybee, die auf der letzten Gegengeraden das Kommando übernahm und im vierten Anlauf leicht und locker die Maidenklasse verließ.
Auf zwei Trainererfolge brachte es Wolfgang Nimczyk. Der Willicher führte beim 600. Sieg seiner Laufbahn Ronanda nach einem Rennen auf Warten zurück auf die Siegerstraße und zeichnete überdies für What's Going On verantwortlich. In der Hand seines Besitzers Franz-Josef Pellander ließ der Wallach den stark endenden Sir Herten klar hinter sich.
Zwei Sieger kamen auch aus dem Quartier von Gerhard Holtermann. Sein Sohn Dominik beherrschte mit dem sofort in Front gestürmten Lennox die von SJ's Night angeführten Gegner ganz nach Belieben, während sich der von Sina Baruffolo gesteuerte Garfield mächtig ins Zeug legen musste, um die ausgangs des vorletzten Bogens an die Spitze gezogene Jenny Walker auf den Ehrenplatz zu verweisen.
Jens-Holger Schwarma gewann mit dem gleich günstig postierten Italiener Ombre Rosse Rex vor dem speedigen Bonchevalheikant und durfte sich außerdem über den von ihm vorbereiteten Pacha du Bourg freuen. Der Franzose stand mit Murat Yüksel auf den letzten 700 Metern ein großes Pensum in äußeren Spuren ausgezeichnet durch, womit er den gut endenden Olivino, Mister Bass, der anfangs viel tun musste, um in Front zu gelangen, und Nocedicocco Rex auf die Plätze verwies. Für die einzige Überraschung an diesem Nachmittag sorgte der seinen Formenspiegel auf den Kopf stellende Elando Hanover, der mit Ursula Neumeyer für 304:10 den favorisierten Zippie chippie schlug.
Text: Volker Hohn