Winner Houberg schlägt den Top-Favoriten Anton Wielinga
Im Vorlauf vor zehn Tagen endete Winner Houberg weit hinter dem überlegenen Anton Wielinga (Tom Kooyman). Im Finale um den Großen Preis der Stadt Mönchengladbach machte der von Jochen Holzschuh gesteuerte Wallach am Sonntag seinem Namen alle Ehre und drehte als 16,8:1-Außenseiter zur allgemeinen Überraschung den Spieß um. Nach einem spannenden Endkampf passierte Winner Houberg mit einem Kopf-Vorteil das Ziel vor dem 12:10-Favoriten, dem er unterwegs wie ein Schatten gefolgt war.
Mit dem aus hinteren Regionen stark endenden Noble Shaolin (Eckhardt Drees) auf Rang drei stieg die Dreierwette auf 1.239,5:1. Die übrigen Prämien kassierten die verdeckt vorgetragene Ann Account (Tim Schwarma) und der an der Innenkante geschonte Albert Cane (Gaby Hendrickx), während die bis zum Schlussbogen in flotter Fahrt das Geschehen bestimmende Ain'tshes Best (Simon Woudstra) leer ausging.
Charlie PM nun Seriensieger
Jochen Holzschuh punktete an diesem Nachmittag außerdem mit seinem Paradepferd Charlie PM, der einmal mehr einen aufwändigen Rennverlauf klaglos wegsteckte. Beim dritten Sieg en suite bezwang der Lokalmatador Anja Way (Klaus Horn) und den Riesenaußenseiter Arrownora (Daniel Kloß), der dafür sorgte, dass die Dreierwette 674,6:1 zahlte.
Seinen vierten Mönchengladbacher Saisonerfolg erzielte Vincito. Trotz einer Unsicherheit in der Startphase und sehr weiter Wege auf dem letzten Teilstück gab der Wallach der Konkurrenz sehr sicher das Nachsehen, wobei er auf der Meile seinen Rekord um volle zwei Sekunden auf 1:15,7 Minuten drückte.
Zweimal Tom Kooyman
Für die knappe Niederlage im Hauptereignis hielt sich Tom Kooyman im Rahmenprogramm zweimal schadlos. Auf der Steherstrecke ließ er sich mit dem zum Seriensieger avancierenden Bass Victory vom nach dem Start in Front gestürmten Elwood Blues (Roland Hülskath) bis zum Schlussbogen den Weg weisen, um dann das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.
Gleichfalls erst in der Schlussphase steckte Zoey ter Sype, der sich unterwegs an der früh nach außen gewechselten Hiltonparis (Uwe Zevens) orientiert hatte, den Kopf in Front.
Doppel für den Goldhelm
Dritter im Bunde der Doppelsieger bei den Fahrern war Roland Hülskath. In der Hand des Goldhelms legte Ornella Muti gleich im ersten Anlauf ihre Maidenschaft ab und behielt der vor dem Schlussbogen aus zweiter Position an die Spitze gezogene Sniper ST vor Buffett Newport (Jesse ter Borgh) zum dritten Mal en suite das bessere Ende für sich. Trainiert wird der Wallach von Gerhard Holtermann, der sich auch über den Erfolg des von Sina Baruffolo couragiert vorgetragenen Travel Ride freuen durfte.
Super-Quoten zum Schluss
Nicht weniger als sieben Mal erreichte die Dreierwette drei- bzw. vierstellige Dimensionen. Beim Start-Ziel-Erfolg von Colombus Vivant (Gaby Hendrickx) über Garfield (Sina Baruffolo) und Noble Feeling (Frank Terhardt) gab es 1.297,2:1, für die Reihenfolge Allround Rapida (Simon Woudstra) vor Sultan Way (Wim van Buytene) und Fearless (Roland Hülskath) zum Abschluss der Veranstaltung sogar 2.341,9:1. Hier brachte die Zweierwette rekordverdächtige 567,7:1.
Text: Volker Hohn